27. August 2018

Die finanzielle Last einer Ausbildung 


Im Gesundheitswesen ist das Thema der Teilung in zwei Klassen gut bekannt. Ob es sich bei Zwei-Klassen-Medizin um ein Märchen oder politische Strategie handelt, ist Ansichtssache. Dabei existiert dieses Verhalten auch in anderen Bereichen. In etwa ist Bildung mittlerweile auch in Deutschland eine sehr teure Angelegenheit. Dennoch steht fest, mit einem Abitur bestehen ganz klar bessere Chancen in der späteren Arbeitswelt. Viele Azubis, Schüler und Studenten können sich derzeit noch auf das Elternhaus verlassen oder kommen mit einem lukrativen Nebenjob über die Runden. Fallen diese beiden Möglichkeiten aus, so muss auf ein Darlehen zurückgegriffen werden. Um sich allerdings bestmöglich durch diese finanziell schwierige Zeit kämpfen zu können, ist es wichtig alle Möglichkeiten und Tricks zu kennen.



Allgemeine Tipps


Wer genau weiß, wie viele fremde Mittel für die Ausbildung benötigt werden, ist klar im Vorteil. Denn nur wenn so viel Geld wie unbedingt nötig geliehen wird, wird auch am wirtschaftlichsten gehandelt. Durchschnittlich benötigen Studierende in etwa zwischen 563 und 1044 Euro für den monatlichen Lebensunterhalt. 
Ein Finanzierungsplan ist zwar nicht besonders angenehm, dennoch sollte sich der Auszubildende diesen dringend zurecht legen um die Kosten im Blick zu behalten. Eventuell kann auch das Kindergeld zur Finanzierung beitragen. Dieses erhalten Elternteile, so lange das 25. Lebensjahr nicht vollendet ist. 
Als Lehrling oder Student lässt sich aber auch kräftig sparen. Denn spezielle Rabatte und Nachlässe helfen die finanziellen Engpässe zu vermindern. 
Nebenjobs helfen zwar das eigene Budget aufzubessern, können aber auch Nachteile mit sich bringen. Eine Anstellung kann in etwa dafür sorgen, dass die Familiensicherung durch die Eltern nicht mehr bezogen werden kann. Ein Nebenjob auf 400-Euro-Basis ist dagegen in der Regel unproblematisch zu sehen.

Stipendien und Förderungen

Foto: Bildarchiv ARKM / Fotolia

Auch eine Bewerbung bei den Begabtenförderungswerken kann sich finanziell lohnen. Es kommen zwar nur zwei Prozent der sich in Ausbildung befindlichen in den Genuss eines Stipendiums, dennoch besteht die Möglichkeit. Ein Stipendium erleichtert die finanziellen Sorgen ungemein. 
Es existieren sowohl Leistungs- und Förderstipendien, als auch staatliche und Studienabschluss-Stipendien. 
Eine der bekanntesten Förderungsmöglichkeiten dürfte das Bundesausbildungsförderungsgesetz BAföG sein. In jedem Fall sollte ein Antrag auf diese Förderung eingereicht werden. Der Höchstsatz liegt hier bei monatlichen 643 Euro. Die meisten Empfänger kommen aber nicht in das Vergnügen der vollen Summe. Die Förderungshöhe wird immer individuell berechnet. Existiert ein anrechenbares Einkommen oder Vermögen, oder auch ein anrechenbares Einkommen von Eltern oder Partner, fällt der Betrag geringer aus. Grundsätzlich erhalten Studierende allerdings generell nur einen Zuschuss. Hierbei wird die Hälfte als Zuschuss und die andere Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen verbucht. Schüler dürfen sich teilweise sogar über einen Vollzuschuss, also ohne Rückzahlung, freuen. 
Für weitere Stipendien oder Förderungen sollte in jedem Fall eine Studienberatungsstelle kontaktiert werden. Diese wissen über alle Förderungsmöglichkeiten Bescheid und können auch über regionale oder lokale Angebote informieren.



Ausbildungskredite als Alternative

Reicht ein Nebenjob, der Zuschuss aus dem Elternhaus und auch die Förderungen nicht aus, so führt der nächste Weg zwangsweise zur Bank. Bevor ein Kredit allerdings in Betracht gezogen wird, sollten alle anderen Finanzierungsquellen ausgeschöpft werden. 
Eine der besten Möglichkeiten um an einen Kredit für die Ausbildung zu kommen, ist die Benutzung des Kreditrechners der KfW-Förderbank. Dieser kann mit zahlreichen Daten gespeist werden und gibt anschließend günstige Ausbildungs- und Studienkredite von Partnerbanken aus. 
Besonders wichtig bei einem Kreditangebot ist, dass dieses transparent ausgelegt wird. Zusätzlich wird bei der KfW eine Zinsobergrenze festgelegt, welche nicht durch die Anbieter überschritten werden darf. 
Bei der Aufnahme eines Kredits sollte aber auch unbedingt auf die Auslandstauglichkeit geprüft werden. Nicht alle Kredite lassen sich auch mit ins Ausland nehmen. Dies kann bei Auslandssemestern, in etwa im Zuge des ERASMUS-Programms, zu Problemen führen.

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