10. November 2015

Inklusion im Zentrum der Universität Siegen

NRW-Schulminsterin Sylvia Löhrmann eröffnete 4. Sankelmarker Gespräch an der Universität Siegen. Diskussion zu Perspektiven der Lehrerbildung und des Lehrerberufs.

Siegen – Eine Tagung zum Thema Inklusion an der Uni Siegen zu veranstalten, sei wie Eulen nach Athen zu tragen. So begrüßte Klaus Karpen von der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung (DGBV) die Teilnehmer des 4. Sankelmarker Gesprächs zur Lehrerbildung. Rund 70 Expertinnen und Experten u.a. aus den Bereichen Schule, Lehrerbildung und Bildungsverwaltung hatten sich im Artur-Woll-Haus der Universität Siegen zusammengefunden, um über Fragen der Heterogenität, der Inklusion und Partizipation in Schule und Unterricht zu diskutieren. Organisatoren waren neben der Universität Siegen als Gastgeber, die DGBV und das Kieler Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

Inklusion als Prinzip zur Neuorganisation der Universität Siegen

Warum gerade die Universität Siegen für eine Tagung zum Thema Inklusion geeignet ist, unterstrich Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart gleich zu Beginn: „Inklusion steht im Zentrum der Universität Siegen und ihrem Motto Zukunft menschlich gestalten“, sagte Burckhart. Die Neuorganisation der Universität Siegen im Jahre 2010 von zwölf Fachbereichen hin zu vier Fakultäten hatte dieses Motto bereits zum Prinzip. Bildung und Inklusion sind in der Fakultät II (Bildung – Architektur – Künste) beheimatet, für die NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann die Schirmherrschaft übernommen hat. Die Schirmherrin war nach Siegen gereist, um die Tagung zur eröffnen. „Die Themen des Sankelmarker Gesprächs bilden einen Diskurs, der uns im schulischen und gesamtgesellschaftlichen Bereich herausfordert“, so Löhrmann bei der Eröffnung. Die Ministerin verwies darauf, dass Inklusion im jüngsten Lehrerbildungsgesetz fest in die zukünftige Lehrerbildung „eingewebt“ sei. Ihr Ziel formulierte Löhrmann klar und deutlich: „Ich schaffe keine Förderschule ab, sondern jede Schule muss eine Förderschule sein“. An der Universität Siegen ist hierzu Inklusion fest in die Fakultät II und damit nicht nur in die Lehrerbildung, sondern interdisziplinär eingebunden. „Man könnte sagen, die Fakultät II ist die Fakultät Inklusion“, sagte Burckhart.

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (2.v.r.) beim 4. Sankelmarker Gespräch an der Universität Siegen (Foto: Universität Siegen/Björn Bowinkelmann).

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (2.v.r.) beim 4. Sankelmarker Gespräch an der Universität Siegen (Foto: Universität Siegen/Björn Bowinkelmann).

Konkret für das Lehramt ist an der Uni Siegen eine einzigartige Doppelqualifikation möglich. Die Lehramtsstudiengänge für Grundschule sowie Haupt-, Real- und Gesamtschule können mit integrierter Förderpädagogik studiert werden. Anschließend an den zehnsemestrigen Studiengang mit integrierter Förderpädagogik kann in einem zweisemestrigen Masterstudiengang die Lehrbefähigung für Sonderpädagogik erworben werden.

Weitere Informationen zum Lehramt für sonderpädagogische Förderung an der Universität Siegen:
www.uni-siegen.de/zlb/studium/bama/sonderpaedagogische-foerderung.html

Hintergrund: Sankelmarker Gespräche

Die Sankelmarker Gespräche zur Lehrerbildung finden seit 2009 statt. Namensgebend für die Tagungsreihe ist der Austragungsort des ersten Gesprächs an der Akademie Sankelmark in der Nähe von Flensburg. Die Sankelmarker Gespräche bieten Raum, um Perspektiven und Probleme der Lehrerbildung und des Lehrerberufs unter Experten und Entscheidungsträgern offen und kontrovers zu diskutieren.

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