18. Oktober 2016

Jobs in der Finanzindustrie: Das ist mit einer Ausbildung möglich

Zahlen, die vorwiegend für Kalkulationen oder Preise, für Statistiken und die Buchhaltung notwendig sind, stellen den Hauptbestandteil in der Finanzbranche dar. Ein weiterer Schwerpunkt? Das Recht. Gesetze, Verordnungen und Vorschriften stehen im Vordergrund. Als Bankkaufmann muss der Kunde nicht nur bestmöglich beraten werden, sondern muss sich dieser auch dahingehend verlassen können, dass die besten Angebote miteinander verglichen und am Ende jenes Geschäft empfohlen wird, das der Bankkaufmann selbst abgeschlossen hätte. Ob Versicherungen oder Geldanlagen – es spielt keine Rolle, um welches Projekt es sich dabei handelt. Kommt es doch zum Rechtsstreit, kommen die Rechtsanwalts- und auch Justizfachangestellten zum Einsatz.

Die Ausbildung zum Bankkaufmann

Wer sich für eine Ausbildung zum Bankkaufmann entschieden hat, arbeitet im Innen- und Außendienst, wobei er vorwiegend für Finanzdienstleister, Versicherungen oder auch auf selbstständiger Basis (Vermittler) tätig sein kann. Es werden private und auch gewerbliche Kunden – zu Finanz- und Versicherungsprodukten – beraten, wobei es mitunter auch die Möglichkeit gibt, dass sich der Bankkaufmann auf diverse Bereiche – wie etwa Risiko-Absicherungen oder Kapitalanlagen – spezialisieren kann. Bankkaufmänner sind die ersten Ansprechpartner zu Leistungen, Verträgen und Tarifen und auch dafür verantwortlich, neue Kunden zu gewinnen.

Quelle: StartupStockPhotos/pixabay.com

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Das Tätigkeitsfeld im Detail

Angehende Bankkaufmänner, die sich im dritten Lehrjahr befinden, spezialisieren sich vorwiegend auf Versicherungen oder Finanzen. Die Hauptaufgaben? Kunden müssen zu Altersvorsorgen, Kapitalanlagen oder anderen Finanzierungsthemen beraten werden. Hat sich der Auszubildende für die Fachrichtung Versicherungen entschieden, bearbeitet er Leistungs- und Schadensfälle, betreut Versicherungsnehmer und erarbeitet des Weiteren Versicherungskonzepte. In beiden Fachrichtungen werden Tätigkeiten in den Bereichen Rechnungswesen und Controlling übernommen.
Dabei wird auch zwischen dem Innen- und dem Außendienst unterschieden: Im Außendienst zählt die persönliche Betreuung der Kunden; im Innendienst dreht sich alles um diverse Verwaltungsaufgaben.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Wer sich für eine derartige Ausbildung entscheidet, sollte sich nicht nur schriftlich, sondern auch mündlich gut ausdrücken können, mathematische Sicherheit besitzen und auch Überzeugungskraft haben. Natürlich ist auch das logische Denkvermögen wichtig; kundenorientiertes Denken und Flexibilität stellen ebenfalls Voraussetzungen dar, um eine erfolgreiche Karriere in der Finanzindustrie zu starten.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Bankkaufmann?

Kaufmänner, die sich auf Versicherungen und Finanzen spezialisiert haben, üben einen anerkannten Ausbildungsberuf aus. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und wird in Finanz- und Versicherungsbetrieben und auch in der Berufsschule absolviert. Im dritten Lehrjahr muss sich der Auszubildende entscheiden, welche Fachrichtung er am Ende einschlägt.

Auch Juristen sind gefragt

Derzeit stehen auch zahlreiche Jobs im Risiko-Management zur Verfügung. Natürlich kann die Ausbildung zum Bankkaufmann auch dazu führen, selbst im Investmentbanking oder in der Unternehmensfinanzierung tätig zu werden. Vor allem seien Studenten, die Betriebswirtschaft oder Volkswirtschaft studieren, gern gesehene Partner im Private Wealth Management. In jenen Bereichen werden große Vermögen verwaltet; Filialbanken sind heute kaum noch attraktiv. Auch große Broker wie beispielsweise CMC Markets gewinnen bei Absolventen an Beliebtheit. Vor allem nicht für MBAs oder Master-Absolventen. Entscheidet man sich hingegen für das Studium der Rechtswissenschaften, ist ebenfalls eine Karriere in der Finanzbranche – als Rechtsanwalts- oder Justizfachangestellter – möglich.